AIDA noch mal?

14. Oktober 2010

aidaAm nächsten Morgen beschlossen wir die Reise mit einem Besuch nach Santa Cruz de Tenerife und ausgiebigen Rumgammeln auf dem Schiff. Der Rückflug war unkompliziert.

Nach dieser Woche stellt sich schon die Frage - wollen wir noch einmal so etwas machen? Ich für mich würde sagen: nicht so bald. Es war ein tolles Erlebnis, aber ich habe es wirklich häufig bedauert, immer nur so kurz auf einer Insel sein zu können. Madeira, Gran Canaria, La Palma, alle könnte man sich vorstellen, noch einmal zu bereisen.

Für die von Euch, die diesen Artikel beginnen zu lesen: die Beschreibung ist sozusagen von unten nach oben zu lesen: der erste Tag is unten beschrieben.

Was hätten wir mitnehmen sollen und hatten es nicht: Mützen gegen die Sonne, Umhängebänder für die AIDA Karten, mehr Strassenkarten.

Ich hoffe ihr hattet Spaß beim Lesen. Kommentare sind willkommen!

Höhlen und Manrique

14. Oktober 2010

Windspiel

Windspiel

Nach kurzer Fahrt erreichten wir dann Arrecife auf Lanzarote. Der Mietwagen hier fuhr uns brav zunächst zur Fundacion César Manrique. Das ehemalige Wohnhaus des Künstlers wurde um 5 Lavablasen herum gebaut. Das war wirklich beeindruckend. Der Architekt gestaltete mehrere Objekte auf der Insel und in Europe gemäß seiner Philosphie, dass Natur, Mensch und Kunst zusammen gehören. Mich beeidruckte am meisten das Wohnzimmer in der Lavablase, oder der erkaltete Lavastrom, der quasi als Fensterbank ins Atelier fliesst. Zusätzlich gibt es überall auf der Insel Windspiele von Manrique. Wir besichtigten als nächstes den “Mirador del Rio”, ebenfalls von Manrique gestaltet. Der Ausblick ist toll, aber der Eintritt in der in den Berg bebaute Besichtigungsstelle war hoch. Nur für den Blick kann man sicher auch eben neben diesem Gebäude hinunter schauen.

Spiegelung in den Cuevas de los Verdes

Spiegelung in den Cuevas de los Verdes

Der letzte Aufenthalt dieses Ausflugs war die Besichtigung der Höhlen “Cuevas de los Verdes” - die Führung war nett, aber ich glaube, das nächste Mal würde ich eher in die “Jameos del Agua gehen”, da es dort Albinokrebse geben soll. Der hohe Eintritt schreckte uns dort ab, statt dessen gingen wir an das Ufer und genossen die Wellenbrecher.
Lanzarote war wirklich hübsch, aber wird uns als die Insel mit den hohen Eintritten in Erinnerung bleiben. Ich mochte es lieber als Fuerteventura, da es viel grüner ist. Und auch hier wartet noch zu probierender Wein auf uns …

Starker Wind = Fuerteventura?

14. Oktober 2010

Brechende Wellen vor der Caleta NegraHeute war dann der Tag, wo ich mein Spanisch erproben musste. Zunächst hatte Dirk Halsweh. Was hiess das noch mal… Ich rein in die Apotheke und: “mi marido se duelle la… ” und unter heftigen Fingerzeigen und Armwedeln das Körperteil identifiziert. “Ah, la garganza”. Dann ein langer Wortschwall, in dem ich das Wort “inflamata” irgendwie herausgehört habe. “Si! Es inflamata”. Dann die Auswahl der Medikamente… wenn ich doch wüsste was ” etwas Lutschen” heisst (LEO sagt: “chupar algo”), oder “ja, das nehme ich”. Nun ja, ich habe was bekommen und bin stolz wie Oskar raus ins Auto. Mein Bericht über diese Heldentat wurde unterbrochen durch Frauke: “Versuche es doch mal auf deutsch!”: Konnte ich am nächsten Tag auch erproben bei einem Anhalt in der Tankstelle und nach dem Weg fragen. Mit Spanischdeutsch und una mapa haben ich dann alles herausgefunden. In Puerto Del Rosario gibt es übrigens auch nur nur sehr wenige Strassenschilder, den Rückweg haben wir auch nur unter Mühe gefunden… Es ist sinnvoll, eine Karte mitzubringen.

Dann ging es aber los mit dem Besichtigungsprogramm: Auf nach Ajuy an der Westküste, wo wir entlang der Küste direkt oberhalb des sich brechenden Atlantiks einen kleine Spazierweg nahmen, der zur Caleta Negra führte, Höhlen, die recht tief in den Hang hineingewaschen waren.
Anschliessend besuchten wir in Tefía das “Ecomuseum de la Alcogida”, so eine Art Museumsdorf. Es ist erschütternd zu sehen, wie karg die Menschen gelebt haben. Es gab wohl einmal Zeiten, als es mehr Wasser auf Fuerteventura gab, denn es gab eine florierende Getreidewirtschaft. Davon zeugen aber jetzt nur noch ein paar Windmühlen.

6flügelige Mühle

6 flügelige Mühle

Die letzte Station des Tages waren die Sanddünen des “El Jable” im Nordosten der Insel bei Corralejo. Großartige Sanddünen sind hier zu sehen, man glaubte sich in der Sahara - wenn da nicht auch tolles Wasser zum Baden wäre, was wir auch weidlich nutzen. Der starke Wind erzeugte schöne Wellen zum Plantschen.

Bunte Fische und ein Oktopus

13. Oktober 2010

Gran Canaria. Soll ja eine Insel zum Wandern sein. Nur kam es für uns nicht dazu. Denn die Familie wollte gerne Schnorcheln lernen. Nix Kraterböden oder Aussichtspunkte. Statt dessen mit dem Bus außen um Gran Kanaria herum. Wir liessen den Playa del Inglès (fürchterliche Bebauung von der Strasse aus) und auch die Sanddünen von Maspalomas neben uns liegen und fuhrem zum Playa Amadores, einem künstlich angelegten halbkreisförmigen Strand mit “Sand” (Muschelkalk) aus der Karibik. Und großen Felsen als Wellenbrechern. Und zwischen denen lebten viele Fische. Schön mehrfarbige und blaue. Seeigel mit langen schwarzen Stacheln und der Höhepunkt: ein Oktopus.

Das Gebiet war wohl extra nett für Anfänger, nach einer Stunde wurde es langweilig. Aber wir hatten Liegen am Strand und konnten chillen. Nur unser Sohn hat die ganze Zeit geackert. Im Sand.

Zwei Anmerkungen zu Gran Kanria: den Ausflug würde ich nicht wieder machen, sondern eher auf Fuerteventura Schnorcheln, da soll mehr los sein. Und Gran Kanaria soll so viel mehr bieten.
Las Palmas selber ist eine sehr große Stadt, ich glaube es ist nicht so sinnvoll, mit dem öffentlichen Bus fahren zu wollen wenn man nur wenig Zeit hat.

Vulkankrater aller Art

12. Oktober 2010

taburienteAm nächsten morgen erreichten wir La Palma. Dort nahmen wir einen Mietwagen um die Insel zu erkunden. Übrigens gab es an jedem Hafen bei Ankunft des Schiffes Mietwagen, man sollte allerdings nicht zu lange warten mit dem Mieten, sonst sind die kleinene Wagen weg. Wer sich im Vorfeld über Preise erkundigen will: Es waren eigentlich immer AVIS, HERTZ und CICAR vertreten.
Mit dem Auto ging es dann zunächst zur “Cumbrecita” einem Aussichtspunkt in den Krater des Caldera de Taburiente. Dieser hat 9km Durchmesser - von denen wir leider nicht viel sehen konnten, da die Wolken tief im Krater hingen. Dennoch hat ein kleiner (ca.1h) Rundweg vom Parkplatz zur Cumbrecita zu Mirador de los Roques uns allen viel Spaß gemacht. Empfehlenswert!
Anschliessend fuhren wir nach El Paso am Fuße des Kraters. Das Dorf hat einen kleinen Park, wo man viele wundervolle Pflanzen der Region bewundern kann. Es gibt auch eine Kirche (”Ermita de de Bonanza”), die zwar schön sein soll, aber auch geschlossen war. In El Paso haben wir versucht, Produkte der Region für unser Mittagessen zu erwerben; besonders zu erwähnen hier: die Bananen: klein und süß und lecker!
Zum Abschluss der Ausflugs fuhren wir in den Süden der Insel um dort die Vulkane San Antonio (657m) und und Teneguia (450m) zu besuchen. Letzterer war 1971 das letzte Mal ausgebrochen, und die karge aber dennoch vielfarbige Vulkanlandschaft war sehr beeindruckend. Der letzte Ausbruch soll heute noch die Ursache für warme Füße sein - während wir das aufgrund der allgemeinen Wärme nicht recht beurteilen konnten, fanden wir den Schwefelgeruch doch wirklich beeindruckend. Man kann vom San Antonio zum Teneguia wandern, das ist aber nicht so hübsch. Wesentlich angenehmer für die müden Füße war es, mit dem Auto hinunterzufahren.
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Zum Abschluss des wirklich beeindruckenden Ausflugs trafen wir eine neugierige Kanareneidechse, die sich fotogen in Szene setzte.

Delfine und Steilküsten

11. Oktober 2010

delfineDa am Tag zuvor leider der Ausflug mit dem Zodiac zum Whalewatching ausfiel wegen zu hoher Dünung, machten wir heute einen Ersatzausflug: Mit dem Katamaran entlang der Küste. Zunächst waren wir sehr skeptisch; ein riesiger Katamaran, mit bestimmt 60 Gästen drauf - die Segel so sicher verzurrt, dass klar war, dass nicht gesegelt werden würde. Doch dann wurde es doch sehr lustig. Zunächst die Fahrt selber. Die Kinder lümmeln vorne im Netz zwischen den Rümpfen und es spritzt von unten hoch. Dann auf einmal - eine Fontäne aus dem Wasser. Der Kapitän fährt schnell hin und tatsächlich - ein Pottwal. Davon sahen wir dann noch mehr, aber leider immer nur von Ferne. Ein bisschen später finden wir dann noch eine Delfinschule. Es waren atlantische Fleckendelfine, die offensichlich mit dem Katamaran spielten: “wer schwimmt am nächsten vor den Rümpfen, ohne angefahren zu werden. ” Als die Delfine genug hatten und abtauchten, fuhren wir noch zum Schwimmen. Unterhalb des grandiosen Cabo Girão, einer 580m hohen Steilküste, haben wir dann festgemacht und konnten das erste Mal das Salzwasser kosten. Sehr salzig. Nur mit Schwimmbrille handelte man sich eine permanente Nebenhölenspülung ein. Der Felsen war aber sehr imposant: am Fuß der schroffen Felsen gibt es terassierte Felder, die durch eine Seilbahn erreicht werden können. pico
Obwohl der Ausflug grandios war, war es schade, dass er am Montag stattfand. Am Sonntag durch Funchal zu gehen ist nicht so toll, denn alle Geschäfte und Kirchen waren geschlossen.
Von daher wäre es geschickter, Sonntag so einen Ausflug zu machen, und Montags in das quirlige Leben von Funchal einzutauchen.
Wie aber schon am Vortag bemerkt - Madeira wirkt vielversprechend, ich könnte mir gut vorstellen, hier noch einmal hinzukommen.

Eintauchen ins Blumenmeer

10. Oktober 2010

Im Park Santa CatarinaAm nächsten Mittag - nach der absolvierten Sicherheitsübung - sahen wir dann auch schon Madeira. Ein großer Berg (1862m) mitten im Wasser, an dessen Hängen ganz viele Häuser stehen.
Die AIDA liegt ein wenig außerhalb, die Zeit scheint in Madeira etwas langsamer zu gehen, denn die angegeben 15 Gehminuten sind mindestens 30 Minuten lang. Aber unterwegs haben wir tolle Blumen gesehen. Und überall gibt es Mauereidechsen, die plötzlich wegrennen, wenn der Boden erbebt.
Später fuhren wir mit der Seilbahn nach Monte. Kosten für die Familie 45€, und nicht 60, wie uns der Taxifahrer glauben lassen wollte. Überhaupt: Taxifahrer: sie stehen immer am Hafen und bieten - mit einer Karte in der Hand - den Ankommenden die tollsten Touren an. Immer ganz besonders günstig. Wir wollten mit dem Taxi nur bis zur Seilbahn, da musste ich richtig streng werden: “Vamos solamente al … ach verdammt die Seilbahn halt! ” Deutsch ist deutlich erfolgreicher als Englisch, das erleben wir dann öfter noch. Mein Spanisch ist doch eher bemüht - mehr dazu später.
Die Seilbahn bietet einen tollen Blick auf die Stadt und die AIDA. Monte war hübsch, aber leider hat die Kirche am Sonntag nur bis 13h auf. Wir konnten also nicht rein.
Unsere Kinder pilgerten dennoch brav die Treppe hoch.
Wallfahrtskirche von Monte
Madeira ist traumhaft schön - zumindest läßt der Besuch in Funchal das erhoffen. Da wir keinen Wein probieren konnten, müssen wir eh noch mal zurück. Aber erst einmal haben wir morgen noch einen zweiten Tag auf Madeira.

“Das müssen Sie erlebt haben”…

10. Oktober 2010

… das sagen die Leute von AIDA zur ihren Reisen.
laser_kleinWir haben es und nun sind wir zurück. Es war berauschend. Die Familie ist nun reicher. An Erfahrung. An Erlebnissen. An Gewicht. Mindestens in Summe um 6-8 kg…
Aber ich sollte vorne anfangen: Ankunft in Teneriffa Süd am 2.10. um ca. 16h. Regen. Nicht zu fassen. Die Laune ist nicht gerade blendend. Aber bald lernten wir - abends zieht es häufig zu, und morgens ist es wunderbar. Und Regen hatten wir nach dem Ankunftstag nur noch 2 mal ganz wenig.
Der erste Eindruck von Teneriffa war denkbar schlecht. Santa Cruz de Tenerife erscheint auf dem Weg zum Hafen wie ein hässliche Industriestadt.
Aber alles ist vergessen - denn da liegt sie: Die AIDA BLU. Check-In, Kabinen beziehen und eine Tour auf dem Schiff machen.
Das erste Abendessen war schon toll. Wir saßen draußen, unter Dach, und daher macht uns der Regen nichts - und wir hatten eine unverstellte Sicht auf Santa Cruz beim Auslaufen.

Und das Highlight des Abends: Die Laser Show zur Begrüßung.

Vorfreude: am 2.10. geht es los:

25. September 2010

mit der AIDA rund um die Kanaren! Juhuuu! Die Vorfreude wächst enorm, die Wettervorhersage ist gut. Mal sehen, was wird!

Rückblick

30. Dezember 2009

Es ist fast Silvester und hier ist mein persönlicher Rückblick.
Der Urlaub war toll, der Sommer hat mir Erholung gebracht. Ich dachte, ich habe die Ruhe gefunden.
Der Start in die Arbeit war aber fürchterlich. Am Anfang gleich mein altes Projekt. Alle alten unguten Gefühle kamen zurück. Nichts war wirklich besser geworden. Und wieder war meine Bitte um Verstärkung im Orkus verschwunden. Nur gut für mich, dass ich da schon nach drei Wochen wieder raus war. Ich glaube, es hätte sonst keine zwei Monate gedauert, bis ich wieder fertig gewesen wäre. (Nun ist es mein Nachfolger :-( )
Dann kam aber der Projektwechsel. Auch hier schon wieder komplizierte Situationen - aber meine Rolle ist anders. Stehe einerseits zunächst wieder “im Glied” und habe dadurch die Gelegenheit, mich fachlich zu betätigen. Keine PM Aufgaben, sehr angenehm. Endlich Dinge, wo ich das Gefühl wiederfinde, etwas zu können. Der Beweis/die Bewährung steht aber noch aus :-)
Aber mittlerweile bin ich auch schon wieder in verschiedene Kleinkrisen verwickelt. Noch schaffe ich es, weniger zu arbeiten. Und Zeit für Familie und mich zu haben. Aber ich merke schon, wann die alte Unruhe wieder anspringt: Wenn ich denke, wir wiederholen Fehler. Und dann bin ich immer noch sehr schnell k.o… Es stimmt scheinbar doch: man braucht so lange raus, wie zuvor rein.
Mal schauen, wie es wird, wenn wir Tester erst mal richtig dran sind.

Bis dahin: immer mit der Ruhe!